Berlin - wir sind zurück!

Vom 8. bis 13. April hieß es für einige Jugendliche und Junge Erwachsene - Berlin wir kommen!
freigeist arbogast und die GFGZ machten sich gemeinsam auf den Weg nach Berlin zur nationenübergreifenden Jugendbegegnung.

Um viele Eindrücke, neue Freunde und dem ein oder anderen Souvenir reicher sind wir zurück.


Reisebericht von Lea Winder

Als mich die junge Initiative Arbogast beim Theo Forum angesprochen hat und mir von der Berlinreise in Kooperation mit der GFGZ (Gesellschaft zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit) erzählte, war ich sofort sehr interessiert. Das Programm sah vielversprechend aus, ich war noch nie in Berlin gewesen und an einer Studienfahrt, die sich mit deutscher Politik und Geschichte ausseinandersetzt, hatte ich auch noch nie teilgenommen. Meine Neugierde war also groß!

Gopr3010 Am ersten Tag der Osterferien trafen sich alle Beteiligten in Bregenz um unsere Reise anzutreten. Dort erwartete mich bereits eine schöne Überraschung: Meine Freundin Chiara war mit dabei! Wir mussten beide darüber lachen, dass wir nichts von der Teilnahme der jeweils anderen gewusst haben und ich freute mich, jemanden dabei zu haben, den ich kannte. Ich stellte mich allen vor und lernte die Gruppe kennen, die sich aus den drei Begleitpersonen Florian Schmied (GFGZ Präsident), seiner Frau Indrani Das Schmid (GFGZ Direktorin), Katharina Lenz von „freigeist arbogast“ und zwölf weiteren Teilnehmer/innen aus verschiedensten Teilen Österreichs, Deutschlands und der Schweiz zusammensetzte.

Img 20170412 171215 Um ungefähr 18 Uhr kamen wir in Berlin bei unserem Jugendgästehaus St. Michaels-Heim in Grunewald an. Wir bezogen unsere Zimmer, aßen alle gemeinsam zu Abend und versammelten uns in einem Sitzkreis zu einer offiziellen Vorstellungsrunde. Später beschlossen Chiara, Dominik und ich noch rauszugehen und einen ersten Eindruck der Stadt zu gewinnen, also spazierten wir zur nächstgelegenen Haltestelle und setzten uns in einen der Berliner Doppeldecker Stadtbusse. Was ich an der Reise besonders schätzte war das Vertrauen das die Reiseleiter/innen in uns setzten und den Freiraum und die Freizeit die man uns gab. Um Mitternacht kletterte ich dann in mein Stockbett und schlief zufrieden ein.

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Am darauffolgenden Tag erhielten wir eine sehr informative Stadtführung von Thomas Richter, der Berlin wie seine Hosentasche kennt. Wir trafen ihn beim Tränenpalast und er führte uns über den Platz der Republik zum Brandenburger Tor, dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas bis hin zum Checkpoint Charlie. Nachmittags hatten wir Gelegenheit die Stadt in Kleingruppen zu erkunden.

Dscn1003 Am Montag lernten wir einiges über das Leben in der ehemaligen Diktatur. Wir fuhren zur Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen wo wir von einem ehemaligen Insassen durch das Stasi-Gefängnis geführt wurden. Ich denke diese Erfahrung hinterließ bei vielen von uns einen bleibenden Eindruck, ich empfand es als schaurig und spannend zugleich.
Am selben Tag verbrachten wir einen gemeinsamen Kulturabend im „Dussmann Kulturkaufhaus“, was definitiv eines meiner persönlichen Highlights darstellte.

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Am nächsten Tag lag der Fokus auf ‚Deutscher Politik im Innern und den Beziehungen nach Außen’. Wir besuchten den Bundestag und hörten uns einen Vortrag über das Gebäude an. Später durften wir ein Gespräch mit einem Abgeordneten aus der Bodenseeregion führen, der alle unsere Fragen ausführlich beantwortete. Vor dem gemeinsamen Mittagessen im Paul Löbe Haus besuchten wir die Kuppel des Reichstagsgebäude und sahen das verregnete Berlin von oben. Am Nachmittag fanden sich alle nach ein paar Komplikationen mit der Orientierung in der österreichischen Botschaft ein, wo Kuchen für uns bereitstand und uns erklärt wurde für was die Botschaft alles zuständig ist.

Dscn1021 Am letzten Tag war das Thema ‚Medien als Akteure’ und wir erhielten morgens eine Führung durch das ZDF Hauptstadtstudio. Besonders cool fand ich dabei, hinter die Kulissen sehen zu können und in den Sesseln Platz zu nehmen in denen normalerweise die Produzenten verschiedener Fernseh-Shows sitzen. Nachmittags gab es noch einmal freie Zeit und abends ließen wir die Reise mit einem gemütlichen Beisammensein ausklingen.

Abschließend möchte ich mich ganz herzlich bei der GFGZ und „freigeist arbogast“ bedanken - dafür dass ihr diese Studienfahrt möglich gemacht habt! Es war eine tolle, bereichernde Reise, bei der ich meinen Horizont erweitern konnte und neue Menschen kennengelernt habe. Hoffentlich begegnen wir uns bald wieder!
Lea Winder

Die Jugendreise nach Berlin wurde subventioniert von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung und vom Land Vorarlberg "Ländle goes Europe".


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